KIBIS - Kontakt, Information und Beratung Im Selbsthilfebereich
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Aktuelles

Über alternative Verhütungsmethoden und viel Humor

Für gewöhnlich findet in Nienburg alle zwei Jahre ein Selbsthilfetag statt, doch in diesem Jahr wollten die Gruppen der Kibis (Kontakt Information Beratung im Selbsthilfebereich) und die Organisatoren mal etwas anderes ausprobieren. Deshalb veranstalten sie stattdessen drei Treffen mit unterschiedlichen Schwerpunkten.

Am Donnerstagabend fand im Kulturwerk in Nienburg die zweite Veranstaltung im Rahmen der Selbsthilfe statt – Thema: chronische Erkrankungen. Ninia LaGrande, Moderatorin und Autorin, schreibt Geschichten über das Leben mit 140 Zentimetern Lebensgröße und las am Abend einige davon aus ihren veröffentlichten Büchern „… Und ganz, ganz viele Doofe!“ und „Von mir hat es das nicht!“ vor. Wenn sie nicht gerade in Nienburg ist, ist sie unter anderem Teil der Lesebühne „Nachtbarden“ in Hannover oder TV-Formaten wie „Ladies Night“.

Die Geschichten der Slam-Poetin, so sagt sie, sind unterschiedlich: Mal fiktiv, mal genauso passiert. Ihr Text „Babys für die Gesellschaft“ beispielsweise, ist genauso abgelaufen, wie sie ihn schildert. Um sich ein Rezept für die Pille zu holen, musste LaGrande mal wieder zum Frauenarzt und sich dort mit der Vertretung ihrer Lieblingsärztin abfinden.

Sie liest vom Hinaufklettern auf den Untersuchungsstuhl, alternativen Verhütungsmethoden wie „nach dem Sex schnell hinhocken und niesen“ und der Aufforderung der Vertretungsärztin, nicht zu lange mit dem Kinder bekommen zu warten – für die Gesellschaft.

Außerdem schreibt sie davon, wie sie – dank ihrer überfälligen Periode – auf die Idee kommt, schwanger zu sein. „Und dann trinke ich ganz schnell mein Bier, weil ich Angst habe, dass es mein letztes ist.“ Aufgeregt und angetrunken macht sie einen Test und beschreibt die Reaktionen von sich und „dem Mann“. Sie schreibt auch von Gefühlsausbrüchen „Ich heule sonst nie, vor allem nicht in der Öffentlichkeit meines Wohnzimmer“ und vielem mehr.

Mit einem gefühlt riesigen Selbstbewusstsein, viel Erfahrung und der Fähigkeit, im Nachhinein über solche Idioten zu lachen, die sie tätscheln oder fragen, ob ihr Kind denn auch so klein bleibe, führte die großartige Ninia LaGrande ihr Publikum durch den Abend. Und wenn sie – neben fantastischer Unterhaltung – eins an diesem Abend geschafft hat, dann ist es, dafür zu sorgen, dass die Zuschauer Respekt haben.

Neben der Lesung gab es Infomaterial über chronische Erkrankungen. Heike Albers-Germer, Leiterin der Nienburger Selbsthilfe-Kontaktstelle des Paritätischen, Kibis, stand gerne mit Rat zur Seite. An dem Abend ging es Albers-Germer insbesondere um die Aufklärung über ein Leben mit Handycap und Vorurteil.

Es handle sich hier nicht um eine reine Kulturveranstaltung, erzählt sie im Gespräch nach der Lesung. Es ginge vor allem um die Vorstellung der unterschiedlichen Selbsthilfegruppen. Die Kibis vermittelt nämlich Menschen in passende Gruppen oder hilft bei Neugründungen.


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